Umfeldanalyse

Die Umfeldanalyse, auch Stakeholderanalyse genannt, dient dazu das Projektumfeld zu analysieren. Im Fokus stehen dabei Personen oder Personengruppen, die auf unterschiedliche Weise Einfluss auf das Projekt nehmen könnten.


Sie wird üblicherweise erstmals vor oder spätestens bei Beginn eines Projektes durchgeführt und sollte in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass nicht die tatsächliche Betroffenheit, sondern zusätzlich auch die gefühlte Betroffenheit des Umfeldes untersucht wird. So ist es zwar möglich, dass potenzielle Einflussnehmer gar nicht betroffen sind, aber trotzdem enormen Einfluss auf das Projekt ausüben.


Ergebnis einer Projektumfeldanalyse ist die Erkenntnis darüber, wer welchen Einfluss auf das Projekt hat. Dies offenbart potenzielle „Fettnäpfe ebenso, wie die Möglichkeit wohl gesonnene Einflussnehmer für die eigene Sache ins Feld zu führen.


Die Projektumfeldanalyse wird als Mindmap angelegt. In die Mitte kommt das Projekt, dessen Umfeld untersucht werden soll. Hauptzweige sind dann die einzelnen Personen oder Personengruppen, die vom Projekt betroffen sind oder sich betroffen fühlen könnten.


Im nächsten Schritt werden die förderlichen oder hinderlichen Möglichkeiten der Einflussnahme identifiziert und notiert. Dies lässt sich ggf. auch durch mehr oder weniger dicke grüne (förderlicher Einfluss) oder rote (hinderlicher Einfluss) Pfeile anschaulich visualisieren.


Abschließend können daraus erste Risiken abgeleitet werden und entsprechende Strategien formuliert werden, die zur Risikominimierung beitragen oder den positiven Einfluss einzelner Personen oder Personengruppen verstärken.

 

 

 

Kraftfeldanalyse

Eine weitere Präzisierung der Umfeldanalyse kann durch eine Kraftfeldanalyse erreicht werden. Dabei wird für jeden in der Umfeldanalyse identifizierten Einflussnehmer eine Kraftfeldanalyse erstellt.


Tabellarisch werden hinderliche Kräfte und förderliche Kräfte gegenübergestellt. Es kann darüber hinaus mit Vektoren gearbeitet werden, die durch ihre Länge die Größe des jeweiligen Einflusses visualisieren.


Anschließend kann analysiert werden in wie weit die förderlichen Kräfte gestärkt und zur Minimierung der hinderlichen Kräfte eingesetzt werden können.


In einem weiteren Schritt kann eine Vernetzung der verschiedenen Kraftfeldanalysen untereinander dazu führen, dass der positive Einfluss des einen genutzt wird, um den negativen Einfluss eines anderen zu reduzieren. Diese Strategie verringert die Überzeugungsarbeit, die das Projektteam selber zu leisten hat ganz erheblich und stärkt dessen Glaubwürdigkeit dadurch, weil andere sich das Projekt auf die Fahnen schreiben.